KenFM entfernt Monolog „Zionistischer Rassimus“ von YouTube und Website: Warum?

Ein Kommentar auf YouTube hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der in der Wahrheitsbewegung berühmte Monolog „Zionistischer Rassismus (jüngstes Opfer: Günter Grass)“ Ken Jebsens von dessen YouTube-Kanal entfernt wurde. Das Video wurde auf privat gestellt (https://www.youtube.com/watch?v=obRr4qoGHvk), und der Artikel auf der kenfm.de-Website ist nicht mehr auffindbar (kenfm.de/wordpress/2012/04/05/zionistischer-rassismus/).

Operation gegossenes Blei. Israel/Gaza

Der einleitende Text des extrem harten und extrem wahren Monologs:

„Was gesagt werden muss
Ein Aufschrei geht durch die deutsche Presselandschaft. Der Grund: Ein ziemlich harmloses Gedicht des Schriftstellers Guenter Grass, in dem er eine alternative Sichtweise auf den Konflikt Israel – Iran anbietet. Doch wenige Stunden nach Veröffentlichung des Gedichts stand fest: Guenter Grass muss ein Antisemit sein!! Unzählige Personen des öffentlichen Lebens versuchten zu verhindern, dass das Gedicht ernst genommen wird. Unter ihnen auch Mitglieder der von Norman Finkelstein so titulierten „Holocaust-Industrie“. Eine Vereinigung, die immer und überall Antisemitismus sieht, selbst, wenn die Politik des Staates Israel vollkommen unabhängig von seiner Religion kritisiert wird. „

Leider habe ich keine Informationen darüber gefunden, warum das Video entfernt wurde, wer dazu etwas weiss, möge mich bitte im Kommentarbereich aufklären. Anstatt zu spekulieren, habe ich auf der kenfm-Facebookseite die folgende Frage gepostet und auch als Nachricht verschickt:

Liebes KenFM-Team,
ich hab da mal eine Frage: Warum ist der Monolog „Zionistischer Rassismus“ auf eurem Kanal entfernt/auf „privat“ gestellt worden? Gibt es dazu irgendwo eine Begründung zu lesen? Falls nicht würde ich empfehlen, eine Solche nachzuliefern, falls es z.B. an einer geänderten Selbsteinschätzung über den Inhalt des Videos liegt. Falls nicht, riecht das nach Selbstzensur, und erreicht hättet ihr nichts, weil es zu Spekulationen führt und das Video dann erst recht und anonym auf anderen Videoplattformen usw. erscheinen würde und eher mehr als weniger Aufmerksamkeit bekäme… Ihr habt das gute Recht, Inhalte zu entfernen, aber auch die Möglichkeit, parallel damit aufzuklären. Ich persönlich ergänze Artikel, mit denen ich mich im Nachhinein nicht mehr identifizieren kann, mit einem datierten Vorspann, der das klarstellt.
Denn der Inhalt ist wichtig: Ein schleichender Genozid, der von der Weltöffentlichkeit so lange todgeschwiegen wird, muss und darf mit klaren Worten bewertet werden – einzig und alleine der Opfer willen!

Ich bin gespannt auf eure Antwort und die Beweggründe.

Herzlichst, der Chaukee

Nach fünf Tagen habe ich noch keine Antwort erhalten, was aber viele Gründe haben kann. Keine Zeit, rechtlicher Druck, Erpressung durch Unbekannte, Anbiederung an den Mainstream – tausend Gründe könnten zutreffend sein. Ich erinnere mich allerdings an das Interview von Ken mit Pedram Shahyar, wo er auf die Frage zum Beweggrund für den Monolog erklärt, dass es sich um eine „Retourkutsche“ für die Hetze des Mainstreams nach der Henrik M. Broder Lüge gegen ihn gehandelt hat, um einen „Tiefschlag“, der über das „Ziel hinaus“ ging. Das ist für mich soweit legitim – die Entfernung des Videos OHNE Erklärung aber dann möglicherweise etwas unbedarft in Zeiten des Internets…

Allerdings stimme ich der politisch korrekten Einschätzung Pedrams nicht ganz zu, dass zum Beispiel mit den im Video verwendeten Worten „Endlösung der Palästinenserfrage“ sekundärer Antisemitismus betrieben würde, indem ein unzulässiger Vergleich der Palästinenservernichtung mit der „Einzigartigkeit“ des Holocaust angestellt würde. Denn diese Argumentation verkennt, dass die „Endlösung der Palästinenserfrage“ AUCH systematisch geplant und durchgeführt wird, und AUCH technisch perfektionierte Menschenvernichtung stattfindet. Die gewählte Strategie der Zionisten hat dann noch die perfide Begleiterscheinung, dass dieser Genozid durch die Ausdehnung über Jahrzehnte problemlos vor der Weltöffentlichkeit versteckt werden kann. Holocaust und Palästinenservernichtung ist in vielen Bereichen nicht zu vergleichen und sollte auch nicht verglichen werden, und zwar nicht um Spitzfindigkeiten von „Intellektuellen“ zu genügen, sondern um sich nicht im Gedankenkorsett der Zionisten selber zu bewegen. Den leidenden Menschen in den von Israel besetzten und eingezäunten Gebieten ist am meisten geholfen, wenn sie einzig und allein als Menschen allen Alterns wahrgenommen werden, denen historisch unverschuldet unglaublich Schlimmes angetan wird durch einen Unrechtsstaat.

Nun, das Internet vergisst nie, und wer wie ich den regelmässigen Download seiner Video-Favoriten verschlampt hat, findet das Video hier: https://archive.org/details/KenfmZionistischerRassismusOpferGuenterGrass

Ich möchte folgendes Klarstellen: Ich kenne die Verdachtsmomente, die gegen Ken Jebsen in den Artikeln und  Kommentarbereichen vieler Truther-Blogs geäussert werden, und ich war seit etwas über einem Jahr, wo ich KenFM genau verfolge, äusserst aufmerksam, was die Muster der Desinformationsagenten anbelangt, mit denen ich mich intensiv in meinen Jahren in der englischsprachigen Truther-Bewegung auseinandergesetzt habe. Dort landen Personen aus dem Mainstream, die man fallen lassen musste, häufiger auf der Lohnliste von unbekannten Organisationen als Agenten mit dem Auftrag der Unterwanderung der Wahrheitsbewegung. Da Ken diese Bewegung nach eigenen Worten aber selber nicht ernst nimmt („ich wusste gar nicht, was ein Truther ist“, „Wer ist Alex Jones?“), fällt dieser Verdacht schon mal aus Logikgründen weg. Ausser ein paar Lappalien wie vereinzelte Gesten (666-Symbol mit der Hand), Symboliken (rote Krawatte) und äusserst selten einer Redewendung aus dem okkult-freimaurerischen Bereich („wie im Grossen so im Kleinen“) habe ich bisher NICHTS gefunden. Viel wichtiger im Sinne einer Entlastung obiger Verdachtsmomente sind aber die wahrhaftigen und stimmigen Lösungen, die er anbietet (KenFM: Vorschläge zu Selbstverantwortlichkeit). Sie stimmen mit meinen Lösungen überein, Einiges habe ich persönlich bisher umsetzen können. Ich unterstütze „Ken Jebsen“ (mal in Gänsefüsschen, da man ja nicht weiss, wie er wirklich heisst, was bei mir ja auch zutrifft 😉 ) als Mensch, Aktivist und als Journalist voll und ganz und zähle ihn zu meiner spirituellen Familie. Die Arbeit des KenFM-Teams hat einen intellektuellen und humanistischen Wert, der sich nicht in Worte fassen lässt. Aus Überzeugung und mit Stolz spende ich mein „Jahresabo“. Wenn ich also eine kleine Bitte anbringen darf: Liebes KenFM-Team: Wenn und falls ihr euch selber zensurieren zu müssen meint, macht das bitte transparent!

Herzlichst, der Chaukee

Update 30.10.2016. Hervorragende Rede zum Thema, von Gideon Levy:

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