Chaukeedaar’s Gartenjahr in den Bergen

Prüft alles, und das Gute behaltet!
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

Flucht in die Alpen

Letztes Jahr bin ich ja mit meiner Familie aus dem Schweizer Mittelland in die Alpen gezogen. Auslöser war unter anderem, dass unsere damalige Gemeinde die gloriose Idee hatte, im Zivilschutzkeller der örtlichen Schule 150 männliche Kulturbereicherer für ein paar Jahre zu platzieren. Ich bin ja der Meinung, dass gerade Schweizer ihre Last am weltweiten Elend mitzutragen haben im Angesicht ihres opportunistischen Abstimmungsverhaltens zum Beispiel bei der Ablehnung der Waffenausfuhrinitiative, aber auch ganz allgemein als Nutzniesser im globalistischen Wirtschafts- und Finanzkrieg. Wenn die Gemeindepolitik von Geldgeilheit und medialer Eitelkeit getrieben unsere Kinder in reale Gefahr bringt, ist das soweit nichts Neues. Wenn dann aber die Bevölkerung duckt, nur unter vorgehaltener Hand offen redet und sich kaum jemand für eine menschenfreundlichere Unterkunft mobilisieren lässt, dann schwant mir als Gesellschaftspessimist wenig Gutes für die Zukunft meiner Anvertrauten. Da braucht man nicht mal Islamkritiker zu sein, kriegstraumatisierte junge Männer an und für sich sind schon gefährlich genug für das europäisch-naive Umfeld, Deutschland zeigt es jeden Tag. So haben wir ein Haus in einem malerischen Dorf gefunden am Fusse der Alpen, in der Heimatregion meiner Frau, wo die Menschen noch verwurzelt sind und nicht jeden Scheiss mitmachen.

Neuer kleiner Garten – was tun?

Das Haus ist in einem sehr kinderreichen Dorf ideal integriert gelegen, weshalb wir uns für dieses entschieden haben. Mit Autarkie usw. sieht es mit ein paar Quadratmetern im Reihenhausmodus aber leider düster aus. Was tun?

Etwas frustriert und energielos habe ich mal das erste Jahr verstreichen lassen und die Umgebung, das Klima und die Nischen beobachtet. Und plötzlich waren die Ideen da 😀

Ende Winter mal die Saatschale hervorholen:

Dekogewächs entfernen, kleine Trockensteinmauer für neues Beet:

Bei bestehendem Kräuterbeet eine saubere Natursteinabgrenzung hinbetoniert, mit Himbeerstaude und Traubenrebe anreichern:

Erdbeeren für die Schleckmäuler. Der ortsfremde Bambus darf stehen bleiben, da immergrün 😉

Dekokraut rausgerissen, Natursteintreppen betoniert, die Kräuters haben’s gern warm:

Dem Kürbis, dem Feigenbäumchen und dem assortierten Gemüse gefällt’s:

Als Vegi brauchste kein Holzunterstand und keinen Grill, schnell umfunktioniert für Tomaten und Pepperoni:

E bisserli Regenwasser sammeln:

Schon bald Ernte:

2018 war ein geniales Jahr für Beeren und Obst – dank sei euch, oh Sonnenflecken, die ihr mal wieder das Klima wandelt:

Schön portioniert für die Nachbarschaft, von denen wir im Gegenzug regelmässig Bio-Eier kriegen:

Hätt ich gewusst, wie genial die getrockneten Apfelscheiben würden, hätt ich weniger Äpfel verschenkt 😉

Saisonabschluss: Beim Nachbarn eine Woche die Pferde gemistet und das wertvolle Gut eingearbeitet:

Und die Erholungszeit der Natur genutzt, um noch schnell einen ordentlichen Gartenschrank zu bauen:

Es liegt an uns, die Welt zu gestalten. Mach mit!
Herzlichst, der Chaukee

 

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