Rüdiger Lenz über Ehrlichkeit

Das folgende Video von Rüdiger Lenz schneidet ein meines Erachtens wichtiges Thema an auf dem Weg zum Wandel, den wir selber sein können.

Prüft alles, und das Gute behaltet!
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

Ein paar Gedanken im Anschluss

Selbstehrlichkeit ist erst einmal schmerzhaft. Unter anderem geht das nicht ohne Transformierung des Egos, ohne die De-Identifikation mit meinem Äusseren und meinem Denken, mit der tiefen Identifikation mit meinem Selbst. Erst wenn ich erkenne, dass ich nicht mein Denken bin, und auch nicht mein Fühlen, sondern mein Sein, kann ich restlos ehrlich zu mir sein. Ich weiss dann, dass ich äusserlich und im Denken nicht so perfekt sein kann, wie ich es im Selbst eigentlich bin. Hab ich Einfluss auf meine Stammhirnfunktionen? Wenig (und da geht schon Einiges ab!). Hab ich Einfluss auf meine innere Stimme (wir haben bis zu 50’000 solcher Selbstgespräche in uns drin – jeden Tag. 95% davon negativ/bremsend/beohnmächtigend durch unsere Geschichte/Kindheit und Schule)? Wenig. Hier mein Weg zur Ehrlichkeit: Übe dich in Selbstbeobachtung und MERKE erstmal, dass du in einer bestimmten Situation lügst, reflektiere deine Gründe und finde heraus, warum du unehrlich (zu dir selbst) bist. Es geschieht so Vieles unbewusst, Vieles davon merken wir erst später, wenn wir unser Handeln nachträglich reflektieren. Bewusstsein und Bewusstheit ist Alles auf dem Weg zur Deprogrammierung unserer Gehirnwäsche, auf dem Weg zur Authentizität.

Weitereführendes Wissen: https://chaukeedaar.wordpress.com/2011/03/02/mind-control-why-we-need-spiritual-self-realization-to-free-us-from-new-world-order-tyranny/

Herzlichst, der Chaukee

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Bist du ein Veganer, Vegetarier, Flexitarier, Flexiganer oder Pragmatiger? Über die Nutzlosigkeit von Ego-Labels

Prüft alles, und das Gute behaltet!
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

Die bekannte Vorlesung von Gary Yourofsky hat mich vor ein paar Jahren innerhalb von 1.1 Stunden zum „Vegetarier“ gemacht. Beim Fleischverzicht entwickelte ich einen für mich pragmatischen (und für die „Religiösen“ ketzerischen) Ansatz, gelegentlich auf Besuch oder in der Familie Fleisch zu essen, das bei von uns gekannten Bio-Bauern gekauft wurde, bei denen wir die Tierhaltung selber gesehen haben sowie die Schlachtung direkt auf dem Hof gegeben ist. Das aber nicht aus Genusssucht, da es mir selber besser geht, wenn ich komplett auf Fleisch verzichte, aber weil ich damit den Mitmenschen gelegentlich eine Variante vorleben kann, die sie selber eher zum Mitdenken animiert, als wenn ich sie militant vor den Kopf stosse. Auch die paar Forellen, die ich selber in der Natur fange (perfekte Tierhaltung dort, übrigens) und selber fachmännisch sofort betäube und bewusstlos ausbluten lasse (Kiemenschnitt), verzehre ich ohne schlechtes Gewissen, aber mit Dank an die Kreatur und im Bewusstsein meiner Abhängigkeit von der Natur.

In den letzten Monaten ist mir vor allem durch die Lekture der Schweizer VgT-Nachrichten (dem Verein gegen Tierfarbriken, den ich seit  Jahren bescheiden finanziell durch meine Mitgliedschaft unterstütze) bewusst geworden, dass die Milchindustrie qualitativ und quantitativ wahrscheinlich noch mehr Tierquälerei produziert, als die Fleischindustrie selber (hier die schockierende VgT-Magazin-Ausgabe über die Milchindustrie in der ach so humanen Schweiz). So habe ich Schritt um Schritt begonnen, meinen Milchbedarf zu reduzieren durch Umstellung auf Sojamilch und Wasser und durch Ersetzen meines kraftsportlerisch verwendeten Molken-Eiweiss-Präparates durch ein entsprechendes veganes Produkt (Plantein Reis, ein deutsches Produkt, das wirklich einigermassen schmeckt). Wen es interessiert, hier hat Tony von Heromaker eine gute Übersicht über solche Produkte geschrieben.

Nun ist mir in der letzten Ausgabe der VgT-Nachrichten zum ersten Mal der Begriff „Flexitarier“ begegnet. Gemäss Wiki-Lügia:

Der Flexitarismus ist eine Esskultur, welche den Konsum von Fleisch zulässt, ihn jedoch nicht zum Mittelpunkt macht. Flexitarier essen nur selten, nur ausgewähltes oder nur wenig Fleisch.

Bei der Recherche stösst man dann sofort auch auf religiöse Kampf-Veganer, denen Etikettendefinitionen für ihr Ego wichtiger zu sein scheinen, als das Tierwohl. Sektiererisches Verhalten begegnet einem leider sofort, wenn man sich etwas in den Kreisen von Vegetariern und Veganern umsieht.  Dazu gehören gerne Angriffe auf die Person, anstatt Diskussion um die Sache und Toleranz gegenüber dem freien (meinetwegen unterentwickelten) Willen des Gegenübers. Es würde mich positivst überraschen, wenn sich solches nicht auch im untenstehenden Kommentarbereich niederschlagen würde (überrascht mich doch 😀 ). Das ist traurig, weil es den Tieren schadet, je mehr Menschen man mit seinen Angriffen abstösst. Man stelle sich vor, dass weltweit anstelle der etwa 10 Prozent Vegetarier und 1 Prozent Veganer nun 50 Prozent oder mehr Flexitarier oder Flexiganer würden – das Tierelent, die Umweltbelastung und die Nahrungsmittelknappheit würde sich vergleichsweise massiv verbessern. Einfach durch die Masse von Flexi-Menschen, die sich auf den Weg begeben. Denk mal drüber nach!

Wer bereits vollständig vegan lebt: Bravo, ich ehre dich! Sei aber bitte geduldig mit denen, die erst am Anfang des Weges stehen, auch wenn dies in Anbetracht vom real existierenden Tierelend schwer fällt. Ich bin kein Freund von blinder Toleranz, aber unter Aufwachenden, die durch Selbstermächtigung sich und damit die Welt zu verbessern beginnen, wäre ein wohlwollendes Mentoring nutzbringender als der uns gesellschaftlich eingeimpfte militante Ego-Kampf.

Und du, der du noch unentschlossen lebst, beginne doch noch heute etwas Kleines zu verändern – die Bewegung ist entscheidend, willst du in einer besseren Welt ankommen.

Herzlichst, der Chaukee

Kuh frisst Mensch

Update 13.12.2016: Richard David Precht über Massentierhaltung – sehr guter Mann, unbedingt reinhören!

Vision 2016

Prüft alles, und das Gute behaltet!
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

english-country-pub-gardenNiemand weiß, woher es kam. Ich Jahre 2016 entschlossen sich die Menschen in einem fernen Land, dass es genug war. Sie hatten vor lauter Blick auf „die da oben“ innere Nackenstarre erhalten und hatten schlicht und einfach die Fähigkeit verloren, von jemand anderem als sich selber Lösungen zu erwarten. Oder war es nach Jahrhunderten der Lüge die plötzliche Unfähigkeit, irgendetwas zu glauben, was man nicht selber überprüfen konnte?

HolzhausWie dem auch sei, zuerst entschied sich eine Mehrheit der Bevölkerung innerhalb weniger Tage, komplett auf Fernsehen, Zeitungen und elektronische Medien zu verzichten. Sie kündigten ihre Abonnemente und Fernsehanschlüsse und stellten die Geräte in den Keller oder in den Estrich, inklusive ihrer Mobiltelefone. Kaum jemand erfuhr so noch vom großen Aufschrei der „Mächtigen“ in den Medien über diese wachstumshemmende Ungeheuerlichkeit! Sie genossen die plötzlich vorhandene Freizeit und nutzten diese spontan, um sich mit ihren Nachbarn und Mitarbeitern auszutauschen, an denen sie sonst nur mit kurzem Gruß vorbeigerauscht waren. Oder auch mit dem Sitznachbarn, den sie sich über sein Socialmedia-Konto ganz anders vorgestellt hatten. Sie nutzten die plötzlich gewonnene Ruhe im Kopf, um selber zu denken und die Gedanken gegenseitig auszutauschen, und so kauften sie ganz wie von selber immer weniger Konsumgüter und stellten fest, dass sie nun ihr Arbeitspensum beim Konzern reduzieren konnten. Vauban_FreiburgDie wiederum freigewordene Zeit nutzten sie, um Bücher zu lesen und in der Nachbarschaft gemeinsam Gärten anzulegen, womit sie sich unter anderem ein natürliches Grundeinkommen, aber auch eine natürliche Gesundheitsvorsorge sicherten. In ihrer zuzunehmenden Zufriedenheit auf ihrem entstehenden „Garten Eden“ kamen sie gar nicht mehr auf die Idee, Ferien in der Ferne zu buchen – die merkwürdigen Streifen am Himmel verschwanden nach und nach. Besonders findig wurden sie auch in der Wiederverwertung all der Geräte wie Automobile, die sonst nur noch unnütz in der Gegend gestanden hätten.

Img_20160125_171536Die Bauern hingegen freuten sich besonders, dass sie nicht mehr alleine all die Bequemen durchfüttern mussten, sondern ihr Wissen so wertvoll wurde, dass sie neben ein bisschen Anbauberatung endlich diese Dinge tun konnten, die sie wirklich gerne machten. Mehr als das bisschen Land, welches man mit den eigenen Händen beackern konnte, benötigte nun niemand mehr und schuf Platz für all die ehemaligen Städter, die schnell merkten, dass sie mehr Natur brauchten. Es zeigte sich, dass die Natur die einsamen Städte schnellsten selber renaturierte und vielen Tieren ideale Nischen bot.

ErdhausMan hätte sich denken können, dass Militärs und Geldmächtige aus aller Welt hasserfüllt in das Land eingefallen wären, aber der Einfall vollzog sich irgendwie in der anderen Richtung. Aus der Ferne hörten sie noch Gerüchte von Herumstreunenden,  die mit ihren Waffen drohend und verzweifelt durch die Gegend streiften auf der Suche nach Menschen, die sich verängstigen ließen und auf Befehle hören würden. Diese Gerüchte verloren sich aber zunehmend, je mehr die betroffenen Menschen lernten, die andere Backe hinzuhalten.

permakultur2Nach einem Jahr begann der Geldfluss unbemerkt komplett zu erliegen. Die Menschen realisierten am Rande, dass sie auch ohne „Wirtschaftswachstum“ satt, gesund und glücklich waren. Die restlichen, nun „arbeitslos“ gewordenen Staatsbediensteten, und gar die ehemaligen Top-Manager der Konzerne nahmen sie in ihre Gemeinden auf und zeigten ihnen, wie sie ohne „Untergebene“ oder auch „Vorgesetzte“ überleben konnten. Wohl war man in Kontakt mit der Welt, aber diese wurde organisatorisch komplett unwichtig. Überhaupt war „Organisation“ überflüssig geworden – wenn es etwas zu regeln und zu besprechen gab, ging man zum Nachbarn oder traf sich in der Gemeinde. Jede und jeder erhielt Familienanschluss – auch wenn er selber keine eigene mehr hatte. Herbstlich-dekorierter-BauerngartenOberstes Gut wurden die Kinder – alles Wertvolle, was die Menschen nun hatten, seien es Weisheit, Liebe, Wissen und Intuition, wurde zuallererst mit den Kleinen und Heranwachsenden geteilt. Schlecht hätten sie sich gefühlt, wenn sie neue Entdeckungen und Schätze nicht zuerst ihren Kindern gegeben hätten.

Ihre Meisterschaft aber erlangten sie, als sie auf die übriggebliebenen Schatten zugingen und diese mit viel Geduld und Liebe in die Schöpfung zurückholten. Oder gingen sie eher auf die Schatten in sich selber zu? Darüber unterhielten sie sich amüsiert noch manche Nacht bei Kerzenschein.

Erdhaus

Update 12.12.2016: Die Lösungen sind bereits da

Update 09.08.2017: Die neue Welt entsteht

bumi bahagia – glückliche Erde – ist ja gut und recht. Und wie, bitte, kommen wir da hin?

Dies ist die Zeit des Erwachens in den deutschsprachigen Ländern, die Zeit der Montagsdemos, des Erwachens zu selbstverantwortlichem Handeln, eine Zeit, in der endlich Lösungen in unseren Herzen auftauchen – alte Lösungen meistens, an die wir uns endlich wieder erinnern. Der folgende Text entstammt der weisen Feder thomrams und bringt mir Freudentränen ins Gesicht.

Prüft alles, und das Gute behaltet!
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

bumi bahagia / Glückliche Erde

Ein verschwindend kleiner Teil der Menschen kann heute erkennen, wo wir ansetzen müssen, um bumi bahagia – glückliche Erde – zu schaffen.

Ich fang‘ mal plakativ vereinfachend und überzeichnend an.

Der Riesenhaufen ist in einer Art Tieftrance, kämpft, getrieben von Existenzangst, um das tägliche Brot und die Wurst drauf und lässt sich von Tookschoos, Ballspielen Zuschauen und Getratsche darüber, ob Herr Obama eine Frau und Frau Obama ein Mann sei in der Illusion vegetieren, zu leben oder sowas wie „am Leben Teil zu haben“.  Dies Menschs sind ähnlich „gut“ gut dran wie die Energielieferanten im Film „Matrix“, welche sich in hübschem Leben wähnen, indes sie in Tat und Wahrheit in Silos hängen und sich ihre Energien von den Herrschern abvampirieren lassen.

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